Mittwoch, 10. November 2010

Die Marktgeschichte

Es war einmal ein kleines Dorf, da sollte ein Weihnachtsmarkt stattfinden. Nein, nicht mitten im Dorf auf dem Dorfplatz (wo sowas nach allgemeiner Meinung hingehört hätte), sondern etwas außerhalb, wirklich richtig idyllisch irgendwo am Waldrand.

Nur die wenigsten waren - weil man sich eben gegen alle Neuerungen erstmal wehrt - damit einverstanden und zeigten das deutlich. So hatte man also Mühe, alle 15 Stände zu besetzen.Trotzdem schlug der Markt ein wie eine Bombe. Das war 2009.

Aus diversen Gründen konnte ich im letzten Jahr nicht teilnehmen, aber so bat ich meine Mutter, mir für dieses Jahr doch bitte auch einen Stand (zusätzlich zu ihrem) zu reservieren. Das hat sie auch getan und vor einigen Wochen kam die Meldung: Alles okay - unsere beiden Stände sind gebongt.

Und dann kam sie - die unerwartete Nachfragevermehrung. Plötzlich gab es vor zwei Wochen 30 Anfragen auf die zu vergebenen 15 Stände. Was tun? - Natürlich erstmal schauen, wie man irgendwie den Platz für zumindest die wichtigen und einflussreichen Persönlichkeiten zusammenbekommt...
[...]
Wie? Da hat eine Familie zwei Stände? Und eine von denen wohnt noch nichtmal mehr im Dorf? Und schwupps - erleidet man einen akuten Schub von Gedächtnisschwund und kann sich nicht mehr daran erinnern, dass jemals von zwei Ständen die Rede gewesen sein soll.

Hätten wir (aus einem dummen Gefühl heraus - ich kenne ja unser Dorf... ) aber nicht nochmal nachgefragt (obwohl wir ja eigentlich schon ein Okay hatten!), hätten wir wohl am dritten Adventswochenende ziemlich bedröppelt mit unseren Sachen ohne Stand im Regen gestanden.

Ich weiß schon, warum ich in dem Kaff nicht mehr wohnen will. Sowas ist mir dort leider nicht zum ersten Mal passiert.
Jetzt überlege ich, wie wir uns verhalten sollen. Eigentlich hätte ich nicht schlecht Lust, die Verantwortlichen mal selbst anzurufen (bislang lief der Kontakt über meine Mutter, weil mit meinem Nachnamen niemand mehr was anfangen kann) und denen mal ordentlich die Meinung zu geigen. Allerdings meinte der LM (der mich leider ziemlich gut kennt), dass wir dann wahrscheinlich garnicht mehr auszustellen bräuchten...
Alternativ teilen wir uns den einen Stand mit meinen Eltern, was natürlich für das Arrangement der Stricksachen nicht besonders vorteilhaft ist und natürlich auch den Veranstalter darin bestätigt, dass uns zusammen ein Stand ausreicht. Hmpf...
Was tun? Was würdet Ihr machen?

2 Kommentare:

Uta hat gesagt…

Ich würde wohl schon mal anrufen, versuche, sehr höflich zu sein ( was nicht immer einfach ist und nicht gelingen muß), sonst denken die Veranstalter ja, alles sei okay und wunderbar und machen immer solche Sachen - wenn keiner was sagt.
Daumendrückende Grüße von Uta

Die Fadenwirkerin hat gesagt…

Huhu, sehr ärgerlich das Ganze. Da anzurufen halte ich persönlich für fruchtlos und nutzlos. Außerdem war bis jetzt Deine Mutter die Ansprechpartnerin. Wie wichtig ist Dir denn dieser Weihnachtsmarkt? So wichtig, daß Du trotzdem teilnehmen möchtest? Auf jeden Fall kannst Du davon ausgehen, daß es den Verantwortlichen total egal ist, ob Du Dir den Stand mit Deiner Mutter teilst oder zu Hause bleibst. Für das nächste Jahr würde ich alles nur noch persönlich machen und auf eine schriftliche Bestätigung der Buchung bestehen. Schließlich ist das für Dich ein Geschäft und keine Trallafiti-Veranstaltung.

LG von Jule