Vorgestern musste ich ein Telefonat mit dem Kundendienst einer Bekleidungsfirma führen, die mir mit ihrem Vorauszahlungsgehabe ein bisschen auf den Nerv ging. Leider hat die Dame gequasselt und gequasselt und war nicht mehr ruhig zu kriegen, wohingegen das Wirbelkind sich im Gegenzug plötzlich ganz still verhielt (was bekanntermaßen bei kleinen Kindern immer äußerst verdächtig ist).
Also versuchte ich mehrfach die Dame irgendwie zum Gesprächsende zu bewegen, was leider erst nach mehreren Versuchen endlich gelang.
Ich flitze Böses ahnend zurück ins Wohnzimmer und das Wirbelkind steht dort freudestrahlend mit meiner Handarbeitsschere an der Couch: "Mama, Wolle chnipselt... ganz viel". AAAARGH!
Zu meinem Entsetzen hat das Wirbelkind an den dreien angefangenen Handarbeitssachen, die da offen rumlagen (JAHAAA... ich weiß... Schere in der Nähe und angefangene Handarbeitssachen - wird mir niiiie mehr passieren. Wobei die Schere schon bewusst in meinem Strickkörbchen ganz
unten versteckt liegt!), mal ein paar Fäden ab- bzw. verschnipselt. Meine Begeisterung darüber hielt sich einigermaßen in Grenzen, was ich wohl auch ziemlich deutlich zum Ausdruck brachte. Das Wirbelkind war sehr erschreckt und weinte bitterlich, was mir dann auch wiederum leid tat, denn zu ihrer Verteidigung muss ich sagen, dass wir vorher bei den Kirchenmäusen waren und dort verschnippselte eine der Damen alte Wollknäuel, die nicht mehr zu gebrauchen waren als Füllung für Puppen u.ä. Das Wirbelkind hat´s also nur gut gemeint... seufz... Gut, dass es sowas wie den Russian Join gibt...
Freitag, 25. Oktober 2013
Dienstag, 15. Oktober 2013
Das Wirbelkind-Orakel
1. Das Wirbelkind wurschtelt in seiner Küche vor sich hin und bringt mir dann eine Pfanne mit zwei "gebratenen" (Plastik-)Würstchen. Sie stellt die Pfanne kurz auf den Tisch, überlegt und zieht mit der Pfanne sofort wieder ab in ihre Küche. Dort fummelt sie irgendwie in der Pfanne, nimmt ein Würstchen raus bringt mir die Pfanne wieder und knuselt (saarl. für "nuscheln, murmeln) irgendwas vor sich hin, was endet mit den Worten "nur einsch sonch kriegschu Bauchweh". Ich frage: "Hmmm, bitte was? Wann kriege ich Bauchweh?" - Wirbelkinds ebenso spontane wie trockene Antwort: "Halb schechs!".
2. Neuerdings äußert das Wirbelkind lautstark, wenn sie zum großen Geschäft zur Toilette möchte (oder auch, wenn sie einfach so gern ein Buch vorgelesen haben möchte - es obliegt meiner Verantwortung, das möglichst frühzeitig und sicher zu unterscheiden). Nach gefühlten dreißig Minuten, fünf Geschichten vorlesen und mindestens dreifacher Versicherung ihrerseits 'kommtnochwas!' frage ich sie, was bzw. wieviel da noch kommen soll. Das Wirbelkind bleibt auch hier keine Antwort schuldig: "Dreiunschwanschig!". Gut, dass wir das geklärt haben.
2. Neuerdings äußert das Wirbelkind lautstark, wenn sie zum großen Geschäft zur Toilette möchte (oder auch, wenn sie einfach so gern ein Buch vorgelesen haben möchte - es obliegt meiner Verantwortung, das möglichst frühzeitig und sicher zu unterscheiden). Nach gefühlten dreißig Minuten, fünf Geschichten vorlesen und mindestens dreifacher Versicherung ihrerseits 'kommtnochwas!' frage ich sie, was bzw. wieviel da noch kommen soll. Das Wirbelkind bleibt auch hier keine Antwort schuldig: "Dreiunschwanschig!". Gut, dass wir das geklärt haben.
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