Dienstag, 15. Oktober 2013

Das Wirbelkind-Orakel

1. Das Wirbelkind wurschtelt in seiner Küche vor sich hin und bringt mir dann eine Pfanne mit zwei "gebratenen" (Plastik-)Würstchen. Sie stellt die Pfanne kurz auf den Tisch, überlegt und zieht mit der Pfanne sofort wieder ab in ihre Küche. Dort fummelt sie irgendwie in der Pfanne, nimmt ein Würstchen raus bringt mir die Pfanne wieder und knuselt (saarl. für "nuscheln, murmeln) irgendwas vor sich hin, was endet mit den Worten "nur einsch sonch kriegschu Bauchweh". Ich frage: "Hmmm, bitte was? Wann kriege ich Bauchweh?" - Wirbelkinds ebenso spontane wie trockene Antwort: "Halb schechs!".

2. Neuerdings äußert das Wirbelkind lautstark, wenn sie zum großen Geschäft zur Toilette möchte (oder auch, wenn sie einfach so gern ein Buch vorgelesen haben möchte - es obliegt meiner Verantwortung, das möglichst frühzeitig und sicher zu unterscheiden). Nach gefühlten dreißig Minuten, fünf Geschichten vorlesen und mindestens dreifacher Versicherung ihrerseits 'kommtnochwas!' frage ich sie, was bzw. wieviel da noch kommen soll. Das Wirbelkind bleibt auch hier keine Antwort schuldig: "Dreiunschwanschig!". Gut, dass wir das geklärt haben.

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