Freitag, 28. März 2014

Spielplatzmütter

Gestern auf dem Spielplatz. Wirbelkind packt seine Sandspielzeuge aus und fängt an, damit zu spielen. Es dauert nicht lang bis zwei Jungs im Alter von circa vier bis fünf dazustürzen um meine Tochter binnen kürzester Zeit fast ihres kompletten Spielzeugs zu entledigen um selbst im Sand damit zu spielen. Das Wirbelkind schaut mich hilfesuchend an. Da ich mittlerweile auf dem Standpunkt stehe, dass das zarte Mäuschen lernen soll, sich selber zu helfen, weil ich im Kindergarten schließlich auch nicht zur Stelle bin, habe ich nur gesagt, sie soll sich ihre Sachen zurücknehmen, wenn sie selbst damit spielen will. Das klappt natürlich bei zwei größeren und stärkeren Jungs nur bedingt und so beschloss das Wirbelkind erstmal zu rutschen und zu schaukeln. Die Mütter der Jungs stehen in unmittelbarer Entfernung und ignorieren die Situation demonstrativ. Ich schlucke und sage erstmal nix.
Zehn Minuten später ähnliche Situation mit verschärften Bedingungen: Zwei andere Jungs kommen dazu, wie meine Tochter mit einem anderen Mädchen im Sand mit den Sachen spielt und laufen absichtlich durch die gebauten Sachen, treten absichtlich auf Förmchen und mit dem gesamten Fuss in den Sandeimer. Da konnte ich dann doch nicht mehr an mich halten und hab den Jungs mal ein paar warme Worte dazu gesagt. Die grinsen mich nur frech an und geben noch dumme Antworten. Die zugehörigen Mütter in einiger Entfernung schauen sich mit hochgezogenen Brauen an und grinsen sich eins. Ja sag mal...?!
Hab ich früher ein bisschen zuviel an Erziehung genossen oder setze ich heutzutage einfach zuviel soziales Denken voraus? Jedenfalls war ich da doch ein Stück weit sprachlos über die ziemlich freizügige soziale Erziehung. Oder muss das heut so sein, damit sich unsere Kids später überhaupt in der "normalen" Welt behaupten können? Ich fand´s zumindest krass und habe für mich beschlossen, trotzdem weiter nach meinen Idealen zu erziehen. Was meint denn Ihr anderen Mamas?

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